Hartmut Schaper

Hartmut Schaper im Interview
- Aufsichtsratsmitglied der collaboration Factory; CEO Security and Safety Things GmbH

Seit Juni 2019 ist Hartmut Schaper Mitglied im Aufsichtsrat der collaboration Factory. Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen im Software-Business und wie er seine Rolle als Aufsichtsratsmitglied im Unternehmen sieht.
 

Hartmut, du bringst sehr viel Erfahrung aus dem Software-Business und dem Bereich digitale Transformation mit, bist jetzt CEO eines IoT-Unternehmens: Wie war dein Weg bis hierhin?

Wenn ich meinen Weg anschaue, sind da eine Handvoll ganz wesentlicher Stationen. Die Erste waren sicher meine 12 Jahre bei SAP. Dort konnte ich das Wachstum von einem guten Mittelständler zum heutigen Weltmarktführer und DAX-Weltkonzern aktiv mitgestalten. Ich habe ganz viel über Technik, über das Geschäft und Kunden gelernt.

Die Zweite: Ich bin dann als Quereinsteiger zur Boston Consulting Group gegangen. Das war von vielen steilen Lernkurven, die ich in meinem Berufsleben gemacht habe, sicher die steilste. Für mich war vor allem interessant, wie ich unterschiedliche High Tech-Firmen bei dem Thema Strategie-Definition und Strategie-Umsetzung unterstützen und sehr schnell in neue Themen hineinkommen konnte.

Wenn ich mir die dritte wesentliche Station anschaue, war das sicher meine Rolle als technischer Vorstand bei der IXOS AG, in der ich für alle Themen von Produkt über Service bis hin zur Implementierung verantwortlich war. IXOS war eine mittelständische Firma, die dann an Opentext verkauft worden ist. Ich bin dort geblieben und habe den ganzen Übergang gemanaged.

Die vorletzte wichtige Station aus meiner Sicht: Ich war 5 Jahre bei Siemens Healthcare für das Thema internationale Krankenhaus-Informationssysteme verantwortlich. Das ist ein Bereich, in dem die IT ganz unmittelbar das Leben von vielen Menschen verbessern kann, indem sie medizinische Versorgung effizienter macht, die Behandlungspfade standardisiert, in der Klinik die Abläufe optimiert, sodass den Menschen, die in eine Klinik müssen, möglichst gut geholfen werden kann. Das war aus meiner Sicht ein sehr, sehr interessantes Thema.

Jetzt bin ich bei der SAST. Das ist ein Bosch-Startup, das sich damit beschäftigt, ein neues Ökosystem für professionelle Videokameras im Bereich Safety und Security aufzubauen. Wir wollen die Innovationsgeschwindigkeit dort deutlich erhöhen, indem wir eine standardisierte Plattform zur Verfügung stellen: Betriebssystem, App Store, Entwicklungsumgebung. Auf dieser können dann viele kleinere und größere Software-Firmen Apps anbieten, die dann auf allen Kameras gleich laufen. Wir glauben, dass gerade hierdurch die Innovationsgeschwindigkeit erheblich erhöht werden kann.

 

Wie kommst du zur collaboration Factory? Warum hast du dich für uns entschieden?

Als Oliver Gajek mich angesprochen hatte, war ich erstmal neugierig, was das für ein Thema ist und habe mir das natürlich angeschaut. Da waren drei wichtige Themen: Das eine ist das Themengebiet komplexes Multiprojektmanagement, Optimierung von Projektmanagement und die Plattform, um flexible Anwendungen schreiben zu können. Inhaltlich total interessant. Ich fand außerdem das Konzept „Wie kann ich die Software an Kunden individuell anpassen“ mit dem Thema No-Code, Low-Code, Pro-Code sehr interessant. Auch der Markt zeigt, wie spannend das Thema ist: Die collaboration Factory ist unter den drei Finalisten des Deutschen Gründerpreises aus über 150 ursprünglichen Firmen. Das ist es, was mich persönlich reizt: Innovation mitgestalten zu können. Das Dritte war, dass ich Rupert und etliche Leute aus dem Team und im Aufsichtsrat kennengelernt habe und fand, dass das ein sehr starkes und nettes Team ist, mit dem ich gerne zusammenarbeiten würde.

 

Du bist seit Juni 2019 Mitglied im Aufsichtsrat der collaboration Factory. Wie siehst du deine Rolle als Aufsichtsratsmitglied? Was ist dein Anspruch?

Ich glaube, dass meine Erfahrung, aber auch meine Energie helfen kann, die collaboration Factory insgesamt voranzubringen und weiteres, noch stärkeres Wachstum zu unterstützen. Da gehört sicher dazu, dass man über Themen wie Zielmärkte, Wachstumsstrategie, Produkt- und Personalstrategie diskutiert, aber auch, dass man ab und an das Management challenged und gemeinsam out-of-the-box eine Lösung entwickelt, wie man insgesamt am besten und am schnellsten vorangehen kann. Darauf freue ich mich bereits. Ich habe mit Rupert, Aufsichtsratskollegen und einzelnen Mitgliedern aus dem Management-Team gesprochen und erkannt, dass da sehr viel Engagement, aber vor allem auch sehr viel Herzblut vorhanden ist.

Hartmut, vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns, dass du dabei bist!

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